Nein, nein, nein heute kann ich das nicht machen, weil….

Wer von uns kennt es nicht? Wir haben uns etwas vorgenommen, egal ob es Sport, die langsam messihaft wirkende Wohnung aufzuräumen oder gar ganz große Ziele sind. Und nun verpufft, weil….Ja weil was?

Kreativität, Intelligenz und massenhaft Wissen: Diese Dinge allein reichen nicht aus, um sein Ziel zu erreichen. Wir benötigen Ausdauer, Disziplin und unbändige Willenskraft, also die Motivation, um unser Ding durchzuziehen und unser Ziel zu erreichen. 

In der Sozialpsychologie wird der Selbstmotivation ein positiver Effekt auf unser Innenleben zugeschrieben, denn was verleiht uns sonst ein Gefühl von Stolz, etwas aus eigenem Antrieb erreicht zu haben? Wenn wir ein Ziel erreicht haben, steigt automatisch unser Selbstvertrauen und wir fühlen uns prächtig. Geh`mal kurz in dich, und überlege welches Ziel du irgendwann mal erreicht hast (Schulabschluß, Abnehmen, Sport….)….

Okay, und jetzt versuch dich an das Gefühl zu erinnern, als du es geschafft hast. Herrlich oder? 🙂

Wer sich selbst motivieren kann, hat die Kontrolle über sein Leben. Du allein bestimmst, wie und wann du deine Ziele erreichst.

Zur Selbstmotivation gehört:

– über den eigenen Schatten zu springen

– Erfolge anzustreben, auch wenn es nicht leicht wird

– einen Schritt weiter zu gehen als nötig

Was wir also brauchen:

– Den puren Willen, das Ziel zu schaffen 

Selbstüberwindung, um aktiv zu handeln

Ausdauer und Ehrgeiz: also so lange aktiv zu handeln, bis wir es an unser Ziel geschafft haben

In der Theorie schaut das eigentlich sehr leicht aus, doch wir wissen alle, dass es das nicht ist 🙂 Der erste Schritt ist super easy, doch dann gerät man häufig ins Stocken. 

Da die “größeren” Ziele nicht von heute auf morgen erreichbar sind, sondern in der Zukunft liegen, fehlt uns häufig die Ausdauer und Lust. Wir müssen uns also auf dem Weg zu dem “großen Ganzen” immer wieder in einzelnen Schritten neu motivieren. 

Hierbei hilft es kleine Etappenziele zu fixieren. Lieber einmal nur eine Kleinigkeit machen, aber nie ganz stehenbleiben. Denn diese kleinen Anreize sorgen für die Erhaltung der Motivation. Und ist die Motivation erst einmal weg, wissen wir ja was geschieht…

Jaaaaaa, schön und gut, aber wie kann ich Motivation lernen?

Okay, ich zeige dir hier im Folgenden zwei “verschiedene” Vorschläge(A+B), wie du an deiner Motivation feilen kannst. Es kommt ganz auf dein Ziel an. Ist es etwas zu “erledigen” (zum Beispiel: Wohnung neu gestalten und ausmisten) oder etwas, was vielleicht erst in fernerer Zukunft erreicht werden kann (z.B.: 40 Kilo abnehmen, sportlich werden….)? Daher zwei unterschiedliche Vorschläge.

A)

1. Als aller erstes heißt es sich einen Überblick zu verschaffen. Was muss getan werden? Bis wann muss es getan werden?

2. Formuliere deine Ziele! (jaaaaa aufschreiben); Ziele sollten:

– so genau und konkret wie möglich sein (spezifisch)

– messbar 

– akzeptiert (dies ist aber nur “wichtig”, wenn es kein Ziel für dich alleine ist)

– realistisch (ich nehme bis nächste Woche 30 Kilo ab ist nicht realistisch 🙂 )

– terminierbar (auch eher unwichtig, wenn es um dein privates Ziel geht) 

3. Prioritäten setzen! Einfach mal überlegen, was als erstes getan werden muss/sollte. Nicht alles muss auf einmal und sofort passieren.

4. Mach dir einen Zeitplan! Die blödesten und lästigsten Aufgaben gleich am Anfang machen. Dann hat man es hinter sich. Das steigert wirklich auch die Tagesmotivation. 

5. Vorbild! Je nach individuellem Ziel, hilft es immer wieder an eine Art “Vorbild” zu denken oder daran zu denken, wie schön es ist wenn das Ziel erreicht ist. (Wenn ich beispielsweise keine Lust aufs Fitnessstudio habe, denke ich an meinen nächsten Urlaub, wie ich am Strand liege und dass ich da nicht mit rießen Plauze liegen möchte 🙂 . Dies können aber je nach persönlichem Ziel auch erfolgreiche Sportler, Geschäftsmänner oder sonst was sein.  

6. Belohne dich! Hey, du arbeitest gerade hart an deinem Ziel, also belohne dich auch dafür. Gönn`dir etwas, worauf du dich freust.

B)

1) Erzähle von deinen Zielen! Erzähle deinen Freunden, Bekannten, Kollegen oder den Eltern von deinem Vorhaben. Der sanfte positive Druck der hierbei entsteht, motiviert zusätzlich. Man will es ja beweisen, dass man sein Ziel erreicht.

2) Visualisiere dein Ziel! Werde dir zu allererst bewusst darüber, wie deine derzeitige Situation weiter verläuft, wenn du nichts daran änderst. Das kann manchmal schon einen kleinen Schub geben 🙂 Dann stelle dir täglich bildhaft vor, wie es wäre, wenn du dein Ziel schon erreicht hättest. 20 Sekunden die Augen schließen und genießen, du wirst sehen, dass die Motivation wieder ein kleines Stück gewachsen ist.

3) Erfolgstagebuch! Oh ja, dieses Tagebuch. Ich habe mich wahnsinnig lange gesträubt so ein Erfolgstagebuch zu führen. Doch oh Wunder, auch ich Sturkopf habe eingesehen, dass es wahnsinnig motivierend ist, seine Erfolge (und seien sie noch so klein) schriftlich täglich in mein Büchlein zu schreiben. (Ein Erfolgstagebuch rate ich aber jedem, egal ob man gerade ein Ziel hat oder nicht. Oft wird einem gar nicht klar, was man alles an dem Tag geschafft hat.  Beispielsweise ist dies auch bei Angstpatienten usw. ein überaus bewährtes Mittel)

4) Belohne dich! (ja auch bei diesem Vorschlag)

Man kann sich auch eine Belohnungsliste erstellen. Schreibe einfach auf, was du dir gönnen willst, wenn du ein Teilziel erreicht hast. Wie die Belohnung aussieht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei mir ist es meistens etwas, wo ich mich verwöhnen lasse (Essen gehen, Massage, Vollbad, …). 

5) Think positive! Auch wenn es schon sooooooowas von ausgelutscht ist, aber ohne positives Denken ist keine Motivation möglich. Sollte unsere innere Stimme mal wieder einen auf Arschloch machen und versuchen uns destruktive Gedanken einzutrichtern, mache folgendes und sage einfach mal laut “Halts Maul innere Stimme” 🙂 Klar kommt man sich da erst einmal komisch vor, aber dies sollte eigentlich ein Schmunzeln hervorrufen und schon habe wir eine Umkehr der Gedanken veranlasst. Abrakadabra 🙂

6) Verbündete! Manchmal ist es für einen selbst einfacher, wenn man sich Menschen sucht, die das gleiche Ziel verfolgen. Man kann sich untereinander austauschen, Probleme diskutieren und pushen. Diesen Punkt halte ich jedoch für nicht so wichtig (was aber wahrscheinlich daran liegt, dass ich bestimmte Ziele nur für mich machen möchte und inzwischen gelernt habe, mich selbst zu motivieren). 

Fakt ist, dass Menschen, die sich sehr gut selbst motivieren können, ihre Ziele leichter erreichen und auf dem Weg dahin mehr Schaffensfreude empfinden. Durch das Erfolgserlebnis steigt auch wieder die Zufriedenheit. 

Jeder Mensch verfügt über die Fähigkeit Selbstmotivation. 

Dieses Gefühl, wenn man sein Ziel erreicht hat, ist einfach herrlich.

Genau so ging es mir gerade beim Schreiben dieses Artikels. Ich habe lange überlegt über was ich heute schreibe. Habe so viele Themen über die ich noch schreiben werde. Aber da ich so unentschlossen war, habe ich einfach beschlossen……

Just do it 😉

euer Flow