Ja, du hast richtig gelesen 🙂 Ist die Hose mal wieder zu eng geworden oder willst du einfach unnötiges Fett von deinem Körper loswerden? Hier kommt meine Erfahrung zu diesem Thema.

Abnehmen – aber wie?

Ein altes, aber immer aktuelles Thema. Eine meiner Leidenschaften ist der Kampfsport. Nebenbei geht es noch regelmäßig ins Fitnessstudio und ich versuche so viele Wege wie möglich entweder zu laufen oder mit dem Rad zu fahren. Trotz dieser Tätigkeiten tat sich auf meiner Waage nichts! Der Speck am Bauch war auch noch da. Würde es mir bei meinen Hobbys nur ums reine Abnehmen gehen, hätte ich schon längst die ganzen Mühen aufgegeben. Aber woran liegt das? Ich habe über die letzten Jahre alles Mögliche ausprobiert. Auf eine Mahlzeit am Tag zu verzichten oder nur gaaaaanz wenig zu essen. Und was war das Ergebnis? Ja die Waage zeigte weniger Kilo an, aber der Bauch war immer noch gleich und die “Muskeln” schrumpften. Natürlich fehlte irgendwann Energie und ich fühlte mich nur noch schwach. Was folgte, kennt auch jeder: dieser fucking Jo-Jo-Effekt. “Wahrscheinlich liegt es an der Veranlagung” war mein erster Gedanke. Aber wie sich rausstellte, stimmt das nicht.

Oh Gott, Low Carb!  

Ich stürzte mich also ins Internet und las Bücher über Ernährung. Nebenbei diskutierte ich fleißig mit meinen Trainingskollegen, was wohl wirklich beim dauerhaften Abnehmen helfen könnte. Immer wieder hörte ich vereinzelt von Low Carb. Das hörte sich jedoch alles so schwer an und die “Low Carb Leute” wirkten auch nicht wirklich glücklich. Eines Tages war es dann soweit, ich beschäftigte mich intensiv mit dem Thema Low Carb, weil ich immer offen für Neues bin und was soll schon passieren, außer dass es nicht klappt? Also wagte ich das Experiment.

 

Was ist Low Carb?

Wer mich kennt, weiß, dass ich eine offene Person bin, die nicht Werbung für einen Scheiß macht, der nicht funktioniert. Eigentlich ist Low Carb total einfach. Die ersten 3 Tage waren für mich schon sehr ungewohnt und ich dachte, dass halte ich nie durch. Doch dazu später mehr.

Low Carb ist keine Diät, sondern eine Form der Ernährung. Bei dieser wird weitestgehend auf Kohlenhydrate (Carbs) verzichtet bzw. reduziert. Wir sind es von klein auf gewohnt, Unmengen an Kohlenhydraten in uns reinzustopfen. Morgens eine Brezel, dazu noch ein belegtes Brötchen, mittags etwas Warmes mit Beilage und abends entweder manchmal was Warmes oder die “gesunde” Brotzeit. Bis wir irgendwann Hüftpolster bemerken und dann….

Aber Kohlehydrate schmecken so gut!

Tun sie das wirklich? Iss doch mal puren Reis, Kartoffeln oder Nudeln pur. In Verbindung mit Soße schmecken sie natürlich herrlich, doch dafür sind der Preis halt die Speckpolster. 

Wie funktioniert die Fettverbrennung?

Stelle dir die Kohlenhydrate wie Papier vor. Dieses Papier wird von dem Körper schnell und leicht verbrannt, um Energie zu bekommen. 

Fett musst du dir als Holz vorstellen. Holz verbrennt nicht so schnell wie Papier, logisch oder? Der Körper kann es nicht so schnell verarbeiten und greift daher zuerst immer auf die leichte Variante zurück und schnappt sich die Kohlenhydrate zum Verbrennen. Doch was passiert nun mit dem Holz (Fett), das er nicht braucht? Die schiebt er erst mal direkt aufs Fettgewebe. Also denke mal daran, wenn du das nächste Mal ein Brötchen mit Wurst oder einen Döner isst. 

Alles schön und gut, aber wie komme ich jetzt an das Fettgewebe dran, um Fette zu verbrennen?

In der Leber und in unseren Muskeln haben wir Kohlenhydratspeicher. Der Körper ist immer sehr dankbar, wenn er diese schnelle Energie bekommt, weil das für ihn leicht zu verbrennen ist. Deswegen nimmt er immer zuerst die Kohlenhydrate. Wenn also die Kohlenhydratspeicher voll sind, warum sollte unser Körper dann ans Fettgewebe gehen, wenn es dafür überhaupt keinen Grund gibt? Also müssen wir erst unseren Kohlenhydratspeicher leer bekommen, damit unser Körper sich nicht mehr daraus bedienen kann. Um Energie zu bekommen, muss er nun auf die Fettspeicher zurückgreifen, weil kein “Papier” mehr verfügbar ist. Unser “Holz” (Fett) hat er ja für schlechte Zeiten gelagert, um darauf zurückgreifen zu können, wenn es nötig ist. Dann geht`s also endlich an die Fettverbrennung. Wenn wir unseren Körper den ganzen Tag mit Kohlenhydraten füttern, wird sich dieser nur von diesen bedienen und somit den ganzen Tag die Fettverbrennung unterbinden. Daher ist es nur einleuchtend, wenn wir Fett verbrennen wollen, müssen wir die Kohlenhydrate reduzieren. 

Puh, das ist aber ganz schön schwer

Die ersten Tage waren für mich sehr ungewohnt. Wie soll ich bloß ohne bzw. mit wenig Kohlenhydraten satt werden? Sich seine alten Essgewohnheiten abzugewöhnen, ist die ersten Tage wirklich nicht einfach. Es ist zu verlockend, einfach mal ein Brötchen oder Nudeln zu essen. Mir fehlten die Carbs. Meine Stimmung naja… Ist doch alles zu kompliziert und macht keinen Spaß. Doch nach 3 Tagen passierte etwas mit meinem Körper. Die Lust abends auf dem Sofa etwas Süßes zu essen, war auf einmal verschwunden. Ich war irgendwie fitter im Kopf und brauchte weniger Schlaf. Kann das wirklich an den Kohlenhydraten liegen? Anscheinend. Mein Bauchfett kam mir auch schon minimal weniger vor. Kann aber natürlich auch nur reine Einbildung gewesen sein. Ich zog also die erste Woche durch und traf beim Einkaufen immer wieder auf Hindernisse. Ich achtete nun mal bei den Verpackungen auf die Nährwertangaben. Zuvor hat mich das so was von null interessiert. Erstaunlich, wenn man sich diese mal bei allen Produkten durchliest. Mein Problem “Ich kann ja nicht jeden Tag Fleisch mit Salat essen”. Also durchforstete ich alle möglichen Seiten mit Low Carb Rezepten. Dabei viel mir auf, dass leider viele von diesen gar nicht wirklich Low Carb waren, sondern nur kalorienreduziert, aber einige brauchbare habe ich trotzdem gefunden. Leckere Low Carb Ideen werden hier auf meiner Page folgen. 

Tipps für den Start 

Aller Anfang ist schwer, aber nicht verzagen, es wird sehr schnell besser und die Erfolge werden dich beflügeln. Bitte starte es nicht ganz radikal, in dem du komplett auf Kohlenhydrate verzichtest. Taste dich langsam ran. Lass hier und da mal die konventionelle Beilage wie Reis, Kartoffeln und Nudeln weg und ersetze diese mit Gemüse/Salat/Konjakreis/Konjaknudeln. Versuche unter 100 Gramm Kohlenhydrate zu bleiben. Dafür gibt es einige kostenlose Tracking Apps, die für dich ganz leicht errechnen, wie viel in jedem Produkt drinsteckt. Ich habe es am Anfang so gemacht, dass ich unter der Woche versucht habe, täglich bis max. 80 Gramm Kohlenhydrate zu essen und dafür erlaubte ich mir am Wochenende zu cheaten. Nach der zweiten Woche gönnte ich mir dann nur noch einen Cheatday. Inzwischen mache ich es so, dass ich mir erlaube, an einem beliebigen Tag in der Woche zu cheaten. Doch meistens habe ich dann nicht mal mehr Lust darauf. Seh das Ganze nicht verbissen und vor allem nicht als leiden. Du wirst sehen, wie schnell du dich daran gewöhnst! Und wenn du mal schön Essen bist und du dir eine feine italienische Pizza gönnen willst, dann TU DAS! Dafür einfach die Tage darauf wieder weniger Kohlenhydrate. 

 

Fett ist nicht böse!

Bitte achte darauf, wenn du es mit der Reduzierung von Carbs probieren willst, genügend Fett und Eiweiß zu essen. Wir wollen, dass der Körper sich am Fett bedient. Klingt kontrovers, aber ist so. Auch wenn man anfänglich denkt “What the fuck, ich kann doch nicht fettig essen”. Doch, das braucht dein Körper zum Ausgleich. Wenn du abnehmen willst, brauchst du natürlich ein Kaloriendefizit, aber ich garantiere dir, dass du deinen Kalorienbedarf am Anfang gar nicht wirklich berechnen musst. Hau dir den Bauch voll, iss erst mal so viel du willst, du sollst nicht hungern! ABER verzichte dabei auf die Kohlenhydrate bzw. versuche unter 100 Gramm täglich zu bleiben. Du wirst sehen, was es mit dir und deinem Körper macht. Und lass dich nicht verunsichern, wenn deine Waage nicht weniger anzeigt. Muskeln sind schwerer als Fett. Wenn du Lust hast, kannst du davor, mal deinen Bauchumfang ganz einfach mit einem Maßband messen. Du wirst den Erfolg bemerken.

In den nächsten Blogs gehe ich darauf ein, wie man es nach der Eingewöhnung entspannt weitermachen kann. Du wirst leckere Rezepte fürs Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Snacks und Süßigkeiten bekommen. Wir vertiefen die Materie und betrachten häufige Fehler. In diesem Sinne, gib dir einen Ruck, probiere es aus und sammle Erfahrung! Es macht Spaß und ist zu dem noch DAS Wundermittel, wenn es um Fettverbrennung geht. Bei Fragen, einfach eine Mail an mich.

Let`s get it started,

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